Warum sind Dolmetscher so teuer?

Das ist eine Frage, die mir mehrmals pro Woche gestellt wird.

Aus diesem Grund habe spontan ich mehrere Antworten parat:

– Ein Dolmetscher geht seiner Tätigkeit auf freiberuflicher Basis nach; er zahlt sowohl den Arbeitgeber- als auch den Arbeitnehmeranteil, wodurch die Hälfte seiner Einnahmen versteuert werden (dasselbe gilt übrigens auch für Übersetzer).

– Wie alle Freiberufler kann er nicht sicher sein, jeden Tag zu arbeiten, also beruhen seine Tarife auf den durchschnittlichen Arbeitstagen pro Jahr. Dasselbe gilt für selbstständige Berater, Graphiker, Informatiker usw. Freiberufler sind eben teurer als Angestellte, das ist ganz normal.

– Ein Dolmetscher-Einsatz, selbst wenn er nur einige Stunden dauert, erfordert mindestens einen Tag Vorbereitung (Suche nach spezifischer Dokumentation und Terminologie, Telefonate und Treffen mit dem Kunden) sowie die Zeit, sich an den Einsatzort zu begeben (wird zusätzlich in Rechnung gestellt, wenn die Reise einen Tag vor dem Einsatz erfolgt). Aus diesem Grund werden von Dolmetschern keine Stundensätze, sondern Tagessätze berechnet: Der Arbeitsaufwand für einen Dolmetscher-Einsatz von 3 Stunden ist derselbe wie für 6 Stunden.

–  Es ist ein sehr anstrengender Beruf, in dem bezüglich der Qualität keine Kompromisse gemacht werden können. Dolmetschen erfordert eine hohe Konzentrationsfähigkeit, und zwischen den Einsätzen sind Pausen erforderlich, um die Stimme zu schonen und reaktionsbereit zu bleiben. Aus diesem Grund sind Dolmetscher sehr stark von der Planung abhängig: Um welche Uhrzeit wird gegessen? Um welche Uhrzeit ist Toiletten- und Kaffeepause? Wie viele Pausen werden eingeplant? Wie viele Gesprächspartner sind beteiligt? Ja, Dolmetscher sind stressig, aber auch, weil wir sie stressen.

– Die Spezialisierung (die Tatsache, dass man nicht durch den Erstbesten ersetzt werden kann) hat ihren Preis. Der Dolmetscher hat ein langes Studium hinter sich. Er hält sich in seinen Fachgebieten stets auf dem Laufenden und widmet sich dem Dolmetschen, selbst wenn er keinen Einsatz hat. Häufig kommen neue Arbeitssprachen hinzu, und er geht seiner Weiterbildung im gesamten Verlauf seiner Karriere nach. Leider gehen diese ausschließlich intellektuellen Beschäftigungen auch oft mit der Essenspause einher.

Zur Vervollständigung dieser Liste appelliere ich an meine Kollegen: Hinterlasst Eure Kommentare und lasst uns an Euren Erfahrungen teilhaben. Berichtet, wie sich Euer Tagesablauf gestaltet und welche Argumente Ihr Euren Kunden gegenüber hervorbringt, wenn sie mal wieder finden, dass Eure Preise den Rahmen sprengen!

Ein Unternehmen ohne Vermarktungsstrategie

Da ich mit meinen Dienstleistern Hand in Hand arbeiten möchte und vor allem Übersetzerin und an zweiter Stelle Leiterin eines Unternehmens bin, habe ich entschieden, auf die Tarife meiner Unterauftragnehmer keine feste Handelsspanne anzuwenden. Die übersetzten Wörter und die Dolmetscher-Tagessätze werden von mir stets mit demselben preislichen Aufschlag pro Einheit weiterverkauft.

Das heißt, wenn ein Dienstleister seinen Preis senkt, senke auch ich meinen Preis, anstatt meine Gewinnmarge zu steigern; wenn jedoch der Grundpreis steigt, folge ich dieser Tendenz.

Meine Strategie ist einfach: Wir alle sind im selben Boot, und jeder ist verantwortlich für sein Angebot und seine Tarife. Wenn ein Dolmetscher teuer ist, ist das seine Entscheidung. Ich werde meinen Gewinnanteil nicht schmälern, weil es mein Tarif-Berechnungssystem nicht zulässt. Ich bin keine skrupellose Projektleiterin, die eine Dienstleistung unter allen Umständen zu 200% ihres Grundpreises weiterverkaufen möchte, denn es ist sinnlos, überhöhte Preise anzubieten, aus denen ich einfach im Vorbeigehen meinen Gewinn ziehe. Wenn ein Kostenvoranschlag nicht angenommen wird, dann ist es eben so: Beide Seiten tragen die Verantwortung dafür. Die Sprachexperten, die mit Fairtrad arbeiten, wissen außerdem, dass, wenn wir mit einem Auftrag nicht betraut werden, ich per E-Mail bekanntgebe, zu welchem Preis das Projekt vergeben wurde. Es gibt immer Dienstleister, die einen höheren Preis gefordert hatten, und das ist auch gut so: Jeder trägt die Verantwortung für seine eigene Position auf dem Markt.

Das ist schließlich die einzige Art, eine „gerechte Dienstleistungswirtschaft“ zu betreiben: Wenn keine feste Handelsspanne angesetzt wird, besteht keine Möglichkeit, von Dienstleistern, die ihre Tätigkeit freiberuflich ausüben und ihre Tarife ganz frei und ohne jeglichen Druck festlegen, zu profitieren. Ich verkaufe Übersetzungen nicht zu einem Preis, der vom Kunden festgelegt wird, sondern zu Tarifen, die vom Markt bestimmt werden.

Und der Markt, das sind wir.

Die Vorteile einer kleinen Agentur (1)

An diesem Punkt ist es vielleicht am besten, Ihnen zunächst wenig über meine Person zu erzählen. Bevor ich Fairtrad ins Leben gerufen habe, war ich als freiberufliche Übersetzerin für verschiedene Übersetzungsbüros tätig, anschließend war ich als Übersetzerin angestellt und schließlich Projektleiterin. Mein Aufgabenbereich umfasste unter anderem die Verwaltung des Arbeitsablaufs mit externen Übersetzern, die Kommunikation mit den großen Übersetzungsagenturen sowie die Qualitätskontrolle. Ich war also gleichzeitig Dienstleister und Kunde und hatte somit die Möglichkeit, mir Einblicke in „beide Seiten der Macht“ zu verschaffen und sie zu verstehen. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen war ich motiviert, mein eigenes Unternehmen zu gründen, denn für mich war klar, dass die Qualität, die bei jedem Geschäftskontakt stets in den Vordergrund gerückt wird, keinesfalls eine Konstante war und vor allem nicht wirklich an erster Stelle stand, da die Verhandlungen vorrangig durch den Preis gelenkt wurden. Dabei ist es doch unter Berücksichtigung aller Faktoren nicht schwierig, einen Prozess zu entwickeln, durch den ein gerechtes und effizientes Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten werden kann.

Meine Erfahrungen haben mir außerdem gezeigt, welche Fehler Anbieter von Sprachendienstleistungen am häufigsten begehen, und wo die Schwächen in der Strategie der Kunden liegen.

Mir ist nun klar, dass die Lieferung mangelhafter Qualität selbst bei den größten Übersetzungsagenturen nicht ausgeschlossen ist, und ich kenne die Gründe dafür. Ihnen fehlt nämlich etwas, das sie auf keinen Fall anbieten können: Zeit. Ein großes Unternehmen benötigt großzügige Fristen, die Produktivität hängt jedoch von der in das Projekt investierten Zeit ab. Die Notwendigkeit, möglichst viele Aufträge so schnell wie möglich zu bearbeiten, führt dazu, dass Projektleiter bezüglich der Anfrage des Kunden nicht umfassend aufgeklärt sind. Informationen und Anfragen von verschiedenen Seiten (Kunde, Sprachendienstleister, Autor) werden von mehreren Personen übertragen und verwaltet (verschiedene Ansprechpartner mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, Weitergabe der Betreuung eines Kunden an andere Projektleiter je nach Bedarf der Agentur). Dabei gehen gewisse Informationen verloren, insbesondere die kleinen Details. Ein Beispiel aus der Praxis: Ich bin Korrekturleserin bei einer großen Agentur, in der die gesamte Geschäftskorrespondenz für ein sehr großes Unternehmen übersetzt wird. Nach 2 Jahren musste ich feststellen, dass die von mir gelesenen Übersetzungen trotz meiner Korrekturen immer wieder dieselben Fehler aufweisen. Also ergriff ich die Initiative und erstellte ein Glossar, das von der Agentur und ihrem Kunden validiert werden sollte, um somit eine terminologische Kohärenz und eine konstante Qualität zu gewährleisten. Dieses Glossar wurde mir bis heute nicht zurückgesandt, und es liegt auf der Hand, dass es niemals an die Übersetzer weitergeleitet wurde, die an demselben Projekt arbeiten. Die Agentur hat sich ganz einfach nicht die Zeit genommen, um dem Kunden zu erklären, wie wichtig ein solches Glossar ist, und vor allem, dass er durch die Erstellung eines Translation Memorys und eines offiziellen Glossars viel Geld hätte sparen können. Umso besser für mich: Als Korrekturleserin werde ich wohl auch weiterhin unentbehrlich sein, da bislang alles nur in meinem Kopf gespeichert ist! Tatsache ist, dass diese Agentur marktführend ist und trotzdem darauf besteht, ihren Übersetzern immer weniger zu bezahlen, obwohl sie doch Geld sparen könnte, indem sie einen effizienteren Steuerungsprozess einrichtet, der allerdings mehr Arbeits- und Zeitaufwand erfordert. Als Übersetzerin habe ich sogar direkten Kontakt zu den Verfassern von Texten (was nicht unbedingt unter das Berufsethos fällt), bekomme aber oft keine Rückmeldung auf meine Anfragen. Denn abgesehen vom Kunden, der bezahlt, ist Verwaltung der Übersetzung für alle anderen Glieder der Kette (Marketingagenturen, interne Marketingleiter, Partner) verlorene Zeit. Recht haben sie ja, es gehört schließlich nicht zu ihrem Aufgabenbereich: Die Agentur ist dafür zuständig, aber die Agentur verwaltet auch andere Projekte und kann sich nur auf die wichtigsten Problematiken konzentrieren. Und genau aus diesem Grund entlädt sie sich eines Teils der Arbeitslast, indem sie ihre Kunden und dessen Marketingagenturen mit ihren eigenen Unterlieferanten direkt in Verbindung setzt. Hierbei geht es nicht um Transparenz, sondern schlicht und einfach um mangelnden Arbeitsaufwand. Dass nun der Text, für dessen Verfassung der Kunde bei großen Marketingagenturen viel Geld gelassen hat, schlecht übersetzt ist, Rechtschreibfehler enthält, oder dass er seine ursprüngliche Wirkung verliert und einen unvorteilhaften Stil hat, ist ja schließlich nur ein Detail. Auch die Übersetzer sind sich einig: Sie werden so schlecht bezahlt, dass sie nicht lange herumdrucksen, vor allem dann, wenn sich der Rest der Welt scheinbar keine weiteren Gedanken darum macht. Bei Fairtrad ist das eine andere Geschichte, die Sie hier lesen können.

Die Vorteile einer kleinen Agentur (2)

Bei Fairtrad kennen wir jeden einzelnen Übersetzer.

Wir wissen ganz genau, wer sich am besten für die Übersetzung von Marketingtexten eignet, und wem technische oder finanzielle Texte besser liegen. Wir kennen auch die Schwachstellen jedes einzelnen und können die Projekte somit auf Kunden UND Übersetzer zuschneiden.

Zwischen dem Kunden und den Sprachexperten agiert ein einziger Vermittler, die Information wird also direkt weitergeleitet und bleibt transparent. Der Kunde weiß von Anfang an, wie das Projekt verwaltet wird, und akzeptiert die Lieferbedingungen unter Berücksichtigung aller Faktoren: Ist es erforderlich, am Wochenende oder die Nacht über zu arbeiten? Sind an dem Projekt mehrere Übersetzer beteiligt? Welche Folgen hat dies auf die Kosten und die Qualität? Ist der Sprachexperte, an dem der Kunde interessiert ist, verfügbar? Wie können alle Seiten künftig zu einer besseren Organisation beitragen? Welchen Zweck hat die Übersetzung? Information, interne Bekanntgaben, Veröffentlichung? Wir nehmen uns die Zeit, allen ausführlich zu antworten, und wir denken nicht, dass der Kunde verärgert sein wird, weil man ihm Fragen stellt, um seinen Text und seine Erwartungen besser zu verstehen. Normalerweise wird der zu übersetzende Text ebenfalls korrigiert geliefert, denn wir fühlen uns dazu verpflichtet, Fehler, Unklarheiten und Druckfehler zu notieren und den Kunden darauf aufmerksam zu machen: Das Image unserer Kunden ist uns wichtig, und wenn einem jemand wichtig ist, weist man ihn auf seine Schwachstellen hin, damit er sich verbessern kann. Ich persönlich übersetze selbst einen Teil der Dokumente, wenn ein Projekt auf eine meiner Arbeitskombinationen zutrifft: Dies ermöglicht mir, ein Glossar auszuarbeiten und mir einen Einblick in den Stil, die Schwierigkeiten, die erforderliche Zeit und die wichtigen Details zu verschaffen. Anschließend lese ich alles ein drittes Mal und kenne die Geschichte, die Terminologie und den Kommunikationsstil des Kunden auswendig.

Fairtrad ist eine kleine Agentur. Wir haben weniger Kunden als die großen Übersetzungsbüros, aber wir haben Zeit, um sie umfassend zu betreuen.

Ce qu’une petite agence apporte de plus (1)

Il est peut-être temps de vous parler un peu de moi. Avant de fonder Fairtrad, j’ai été traductrice free-lance pour diverses agences de traduction, puis traductrice salariée, enfin chef de projet, rôle qui comprenait la gestion des traducteurs externes et des relations avec les grandes agences de traduction ainsi que le suivi de qualité. J’ai donc été tour à tour fournisseur et client, et j’ai pu observer et comprendre « les deux côtés de la force ». C’est pour faire suite à cette expérience que j’ai eu envie de fonder ma propre entreprise, car j’ai constaté que la qualité, qui est mise en avant lors de toute communication commerciale, n’était pas constante et n’était surtout pas le premier des soucis, le prix ayant toujours la part du lion dans les négociations, alors qu’il n’est tout compte fait pas difficile de mettre en place un processus offrant un rapport qualité-prix juste et efficace.

J’ai aussi compris quelles sont les erreurs fréquentes des fournisseurs de services linguistiques et quelles sont les erreurs de stratégie de leurs clients.

Je sais à présent qu’il arrive même aux plus grandes agences de livrer de la mauvaise qualité, et je sais pourquoi. Il leur manque une chose qu’elles ne peuvent absolument pas se permettre d’offrir : le temps. Un grand groupe demande de grandes marges, et la productivité est liée au temps passé sur le projet. La nécessité d’être rapide et de gérer le plus de demandes possibles fait que les chefs de projet ne sont pas au courant de tous détails liés à la demande du client. Les informations et les demandes viennent de plusieurs côtés (client, linguistes, rédacteurs) et elles sont relayées par plusieurs personnes (interlocuteurs multiples avec différents niveaux de responsabilité, transmission de la gestion du client à d’autres chefs de projets selon les besoins de l’agence). Certaines informations se perdent, surtout celles qui sont très détaillées. Un exemple pratique : je suis relectrice pour une grande agence qui traduit toutes les communications d’une très grande entreprise. Depuis maintenant 2 ans, je constate que malgré mes corrections, les traductions que je relis contiennent toujours les mêmes erreurs. J’ai donc pris l’initiative de constituer un glossaire pour le faire approuver par l’agence et par son client, de manière à assurer la cohérence terminologique et une qualité constante. Ce glossaire ne m’est jamais revenu, et je vois bien qu’il n’a jamais été transmis aux autres traducteurs travaillant sur le même projet. Simplement, l’agence n’a pas pris le temps d’expliquer l’importance de ce glossaire au client, et surtout l’argent qu’il aurait pu économiser en mettant en place une mémoire de traduction et un glossaire officiel. Tant mieux pour moi : je serais toujours indispensable comme relectrice, puisque pour l’instant tout est dans ma tête ! Reste le fait que cette agence, qui est leader du marché, insiste pour payer de moins en moins ses traducteurs, alors qu’elle pourrait économiser de l’argent en mettant en place un processus de suivi plus performant mais qui demande plus d’attention et de temps. En tant que traductrice j’ai même accès directement aux rédacteurs des textes (ce qui n’est pas très déontologique), mais souvent mes demandes d’information restent sans réponse. En effet, à part le client, qui paye, tous les autres éléments de la chaîne (agences de communication, directeurs marketing internes, partenaires) considèrent la gestion de la traduction une perte de temps. Ils ont raison, ce n’est pas leur boulot : c’est celui de l’agence, mais l’agence gère aussi d’autres projets et ne peut se concentrer que sur les problèmes majeurs, et c’est bien pour cela qu’elle se débarrasse d’une partie de la charge de travail en laissant le client et ses agences de com communiquer avec ses propres sous-traitants ; il ne s’agit pas de transparence, mais de manque d’engagement. Que le texte, pour la rédaction duquel le client paye très cher de grandes agences de pub, soit mal traduit, contienne des fautes d’orthographe, ou perde de son impact et de son style initial, ce n’est qu’un détail. Les traducteurs aussi sont d’accord : ils sont tellement mal payés qu’ils ne vont pas chipoter, surtout que tout le monde a l’air de s’en soucier bien peu. Chez Fairtrad, c’est une autre histoire, que vous pourrez lire dans le prochain billet.

Une entreprise sans stratégie commerciale

Puisque je veux travailler main dans la main avec mes prestataires, car je suis avant tout une traductrice et en deuxième lieu une gérante d’entreprise, j’ai décidé de ne pas appliquer de marge fixe aux tarifs de sous-traitance. Je revends les mots et les journées d’interprétation toujours majorés du même (petit) prix par unité. Ceci veut dire que si un prestataire baisse son prix, je baisse le mien au lieu d’augmenter ma marge, mais aussi que si le prix de base est élevé, le mien suivra le mouvement. Ma stratégie est simple : nous sommes tous dans le même bateau, et chacun est responsable de son offre et de son tarif. Si un interprète est cher, c’est sa décision. Je ne vais pas baisser ma marge, puisqu’avec mon système de calcul de tarif, je ne peux pas. Je ne suis pas une méchante chef de projet qui de toute façon va revendre la prestation à 200 % de son prix initial, il est inutile de demander un tarif exorbitant en pensant que je n’ai qu’à moins me servir en passage. Si le devis ne passe pas, tant pis : nous serons tous les deux responsables. Il en est de même pour le client : inutile de demander un prix plus bas que le devis initial, je ne peux techniquement pas. Les linguistes qui travaillent avec Fairtrad savent d’ailleurs que, lorsque nous n’obtenons pas un marché, j’envoie un mail en annonçant à combien il a été attribué. Il y en a toujours quelques-uns dans le lot qui avaient demandé plus, et c’est très bien comme ça : chacun doit assumer sa propre position sur le marché. Enfin, c’est la seule façon de pratiquer une « prestation de services équitable » : l’absence de marge fixe élimine d’emblée l’éventualité d’exploiter les fournisseurs, qui sont des libres professionnels et qui restent libres de pratiquer leur tarif sans subir de pression, puisque je ne vends pas une traduction au prix fixé par le client mais à celui fixé par le marché. Et le marché, c’est nous.

Pourquoi les interprètes sont-ils si chers ?

Voilà une question que l’on me pose plusieurs fois par semaine.

C’est pour cette raison que je dispose de plusieurs réponses prêtes à l’emploi :

–  Un interprète travaille en profession libérale ; il paye la part patronale et salariale, ce qui fait que la moitié de ses revenus part en impôts (c’en est de même pour les traducteurs).

–  Comme tout free-lance, il n’est pas sûr de travailler tous les jours, donc ses tarifs se basent sur une moyenne de jours travaillés/an. Il suffit de comparer avec un consultant externe, un graphiste, un informaticien…les professionnels travaillant en libéral sont plus chers que les salariés, c’est normal.

–  Une mission, bien qu’elle ne dure que quelques heures, demande au moins une journée préalable de préparation (recherche de documentation spécifique et de terminologie, appels et réunions avec le client) et un temps de déplacement (appelée « approche », payée en sus si le voyage est effectué le jour avant la mission). C’est pour cette raison que les interprètes n’appliquent pas de tarif horaire mais seulement des tarifs journaliers : l’effort est le même pour 3 heures d’interprétation ou pour 6 heures.

–   C’est un métier très fatigant, qui ne tolère pas de baisse de régime ou de qualité. Il requiert une grande concentration et des temps de repos entre les interventions et les missions pour préserver la voix et rester réactif. C’est pour cela que les interprètes sont des maniaques du planning : à quelle heure vont-ils manger ? À quelle heure la pause pipi et la pause café ? Combien de pauses ? Combien d’intervenants ? Ils sont fatigants, mais c’est parce-que nous les fatiguons aussi.

–  La spécialisation (le fait de ne pas pouvoir être remplacé par le premier venu) se paye. L’interprète a fait de longues études, il se tient constamment informé et à jour dans ses domaines de spécialité et s’exerce à l’interprétation même lorsqu’il ne travaille pas. Souvent, il ajoute de nouvelles langues de travail et poursuit sa formation tout au long de sa carrière. Malheureusement, il a la fâcheuse habitude de se nourrir pendant ces occupations purement intellectuelles.

Pour compléter cette liste, j’en appelle à mes collègues : laissez votre commentaire et faites-nous part de votre expérience, de comment se déroule votre journée de travail et de vos argumentaires de réponse quand vos clients vous trouvent hors de prix !

 

 

Revisión y corrección

Los clientes suelen preguntarme si efectivamente envío las traducciones a un segundo lingüista para este efectúe una « corrección ».

En realidad, los clientes se refieren a la « revisión », que consiste en cotejar paso a paso los textos de origen y de destino para garantizar la buena comprensión del texto por parte del traductor y controlar que no hay omisiones o errores de copiado y pegado en las cifras y los nombres propios, así como en la corrección de la redacción, la gramática y la terminología. Asimismo, en el caso de grandes proyectos que requieren la participación de varios traductores, la revisión permite uniformar el estilo y el glosario. Así pues, esta tarea hay que confiársela a un traductor con el mismo nivel de competencia y la misma combinación lingüística que el o los traductores que hayan intervenido en el primer texto. El precio medio de este servicio representa un 50% del coste de la traducción. Es decir que, si la traducción cuesta 10, la revisión costará 5 y el precio total de producción se elevará a 15.

La corrección, en cambio, sólo incluye una rápida lectura del texto traducido para corregir los errores estilísticos y gramaticales más importantes, y únicamente se hace una comparación con el texto de origen para asegurarse de que no hay omisiones o si el texto traducido es incomprensible. A menudo, en las agencias, este trabajo lo realiza un jefe de proyecto de la misma agencia, no necesariamente lingüista, cuya lengua materna coincide con el idioma de destino del texto, pero que no comprende perfectamente idioma de origen (por supuesto, aún así, la agencia aplica la tarifa de « revisión » al cliente). Si se le confía esta labor a un lingüista, este último facturará aproximadamente un 20% de la tarifa de traducción. También puede ocurrir que decidamos confiar la corrección a una persona altamente competente en el campo de especialización tratado en el texto que conozca con exactitud los términos utilizados y la formulación usual de las frases en los documentos redactados por los profesionales del sector, incluso si esta no habla el idioma de origen. Por ejemplo, podemos acudir a un cirujano si en el texto se describen nuevos instrumentos quirúrgicos. Y si el profesional tiene alguna duda, lo ponemos en contacto directo con el traductor para que este le explique lo que ha traducido y cómo. En este caso, el coste es tan elevado como el de la revisión, y hasta más.

Igualmente se puede pedir el servicio Superlujo solicitando tanto la traducción y la revisión por parte de un segundo lingüista como la corrección de un especialista. ¡Todos los días sueño con tener un cliente así de exigente!

Même pas peur !

Avez-vous remarqué que la concurrence des pays de l’Est est souvent utilisée pour faire passer des pratiques peu orthodoxes comme nécessaires ? Les « Chinois » arrivent, leurs produits coûtent mois cher, nos entreprises vont toutes fermer à moins de baisser les coûts de production…

Il faut dire aussi que les industriels ne font pas confiance aux acheteurs. Le consommateur est crétin : voyant un sac qui ressemble à un Prada ou à un Hermès mais qui ne coûte que 30 €, voilà qu’il l’achète sans se douter de rien. Et ce, alors qu’il pouvait sûrement se permettre un objet de haute couture (les clients sont tous milliardaires, mais radins) ! Décidément, ces Chinois sont diaboliques.

Et la traduction dans tout ça ?

La traduction est un service soumis à la concurrence mondiale. Nous aussi, nous avons nos Chinois : des agences puissantes qui travaillent (je ne veux pas dire « exploitent » car la notion de profession libérale devrait exclure ce genre de rapport) avec des traducteurs sous-payés, ou qui font traduire par une machine et relire par une personne peu scrupuleuse et désespérée. Évidemment leurs prix défient toute concurrence, et en plus les clients n’ont souvent aucune idée de ce qu’ils achètent, car ils ne parlent pas la langue cible : que de fois j’ai été contactée par des responsables de la communication désespérés, contraints de tout faire retraduire et finissant par dépenser trois fois plus que le budget initial alloué.

Alors, vais-je m’indigner, crier à l’arnaque et à la concurrence déloyale ?

Pas du tout ! Je ne suis pas sur le même marché qu’eux. Moi je vends du cousu main, de l’artisanat de qualité, je peux proposer de la haute couture ou un vêtement solide qui dure dans le temps.

Et je ne travaille qu’avec des clients intelligents.

It’s a wild word

A veces recibo publicidades de agencias de traducción que se jactan de aplicar tarifas insuperables por una calidad ejemplar. Algunas me proponen servicios finales a un precio muy inferior del que yo misma pago a mis proveedores.

La primera pregunta que siempre me viene a la mente es « ¿y cómo hacen? »

Es cierto que cada idioma tiene su precio y que este depende de la demanda, de la rareza y del país donde reside el lingüista. Por ejemplo, el islandés y el japonés son muy caros. Y, contrariamente a lo que pudiera pensarse, el chino también puede resultar costoso porque, del mismo modo, hay que considerar un tercer factor: el idioma de origen. Por supuesto, una traducción del alemán o del finés al chino es mucho más cara que una traducción del inglés al chino (a título informativo, el inglés es el idioma de origen más común teniendo en cuenta todas las combinaciones lingüísticas). Además, yo, por mi parte, prefiero a un traductor chino que viva o haya estudiado en Alemania antes que a uno que nunca haya salido de su país ya que la calidad de una traducción depende en gran medida del conocimiento del país, de la actualidad y de la cultura de la lengua de trabajo.

Por otro lado, también existe un precio relacionado con la experiencia del lingüista: un traductor con poca experiencia cobrará menos que uno experimentado. En efecto, este último puede ofrecer un trabajo de calidad que no necesita la intervención de un experto en el área para mejorar o corregir el texto, lo que evita gastos adicionales.

Justamente, por estar consciente de todo esto, no logro entender cómo se pueden proponer tarifas mucho más bajas que la media, para todos los idiomas, y, al mismo tiempo, pretender ofrecer un alto nivel de calidad final.

Por lo tanto, he decidido solicitar a todas las agencias que me contacten a partir de hoy una información detallada acerca de la metodología y los recursos utilizados y compartir las respuestas con ustedes en este blog, sin mencionar el nombre de la agencia, a través de un análisis.

Mientras tanto, por favor, si usted ya ha descubierto dónde se encuentra el maravilloso País de los Lingüistas Profesionales Baratos, ¡no dude en comunicarnos la información dejando un comentario!